Die spirituelle Kriegerin beginnt nicht bei den Antworten
Ein interessanter Teil persönlicher Entwicklung besteht darin, dass wir irgendwann feststellen:
Wir haben sehr viele Antworten.
Wir wissen, was uns guttut.
Wir wissen, was wir eigentlich verändern möchten.
Wir wissen vielleicht sogar ziemlich genau, welche Gewohnheiten uns nicht mehr entsprechen.
Und trotzdem ist Veränderung nicht immer einfach.
Vielleicht liegt die Lösung deshalb nicht darin, noch mehr Antworten zu suchen.
Vielleicht beginnt Entwicklung manchmal mit einer anderen Fähigkeit:
Fragen zu stellen.
Wer bin ich wirklich?
Was möchte durch mich gelebt werden?
Was ist mir wichtig?
Welche Entscheidungen treffe ich aus Überzeugung – und welche aus Gewohnheit?
Was würde ich tun, wenn ich weniger Angst davor hätte, Erwartungen anderer zu enttäuschen?
Und vielleicht die wichtigste Frage:
Wie möchte ich diesem Leben begegnen?
Stärke kann ganz leise sein
Eine der schönsten Seiten des Begriffs „spirituelle Kriegerin“ ist für mich deshalb, dass Stärke nicht laut sein muss.
Stärke kann bedeuten, einen Moment länger zu atmen, bevor wir reagieren.
Stärke kann bedeuten, „Nein“ zu sagen.
Stärke kann bedeuten, Hilfe anzunehmen.
Stärke kann bedeuten, einen Fehler einzugestehen.
Stärke kann bedeuten, sich selbst nicht ständig zu verurteilen.
Und Stärke kann auch bedeuten, die Kontrolle für einen Augenblick loszulassen.
Das ist eine andere Form von Kraft.
Nicht die Kraft, alles im Griff zu haben.
Sondern die Kraft, mit dem Leben in Kontakt zu bleiben, auch wenn nicht alles kontrollierbar ist.