Pressetext zum Film:
Im August 2014 hat die internationale Yoga-Gemeinde einen ihrer wohl wichtigsten Köpfe verloren – den Yoga-Meister B.K.S. Iyengar aus Indien. Er starb im Alter von 95 Jahren. Es war Iyengars Lehre, die in den 1950er Jahren in den USA und Europa einen Yoga-Hype auslöste, der bis heute anhält. Sein angesehenes Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institut (RIMYI) leiten nun seine Kinder Geeta und Prashant, unterstützt von Abhijata Sridhar-Iyengar, der Enkeltochter und Meisterschülerin des verstorbenen Yoga-Gurus.
Das RIMYI in der indischen Stadt Pune ist Anlaufstelle für unzählige Kranke und Yoga-Schüler aus aller Welt. Denn Yoga ist in Indien nicht einfach Lifestyle oder Wellness, es gilt als landesweit respektierte Therapieform.
360° – GEO Reportage geht dem Geheimnis Indiens und des Yoga auf die Spur.
Der Körper spiegelt den Geist, so lehren es weise Yogis. Millionen Inder folgen daher einem Yoga-Pfad, der ihren Körper reinigen und mit dem Geist in Einklang bringen soll. Die erstaunlichen Yoga-Figuren sollen aber auch schwerkranken Patienten Heilung bringen – darauf hoffen die Anhänger des „Iyengar-Yoga“. In der westindischen Industriestadt Pune befindet sich die Zentrale der weltweit operierenden Iyengar-Yoga-Schulen.
Auch Sunil Shirodakar sucht hier Hilfe. Der 62-jährige leidet an Leukämie. Vor vier Jahren wurde der Blutkrebs bei einem Routine-Check-Up seines Arbeitgebers, dem Autohersteller TATA, festgestellt. Sofort nach der Diagnose begann eine medikamentöse Behandlung. Doch neben der Schulmedizin setzt Sunil auch auf Heilkräfte, die durch Iyengar-Yoga freigesetzt werden sollen – mithilfe bestimmter Körperhaltungen, sogenannter Asanas.
Jeder Bewegungsablauf in Iyengar-Yoga wurde von dem 2014 verstorbenen Meister genau durchdacht und erprobt. Dazu benutzte er seinen Körper quasi als Versuchslabor, um jede Krankheit seiner Patienten zu verstehen und passende Yoga-Übungen zu entwickeln – so auch für Sunils Leukämie. Wird das Yoga-Programm bei Sunils Heilung tatsächlich helfen?