In Teil 2 der Podcastabfolge „Die spirituelle Kriegerin“ geht es um die Kraft, bewusst zu leben.
Wir tauchen ein in die Sichtweise von Eckhart Tolle und der Verstand: Wer bin ich ohne meine Gedanken?
Was wäre, wenn dein Gehirn nicht immer recht hätte?
Dieser Gedanke klingt zunächst fast ein wenig frech. Schließlich verlassen wir uns jeden Tag auf unseren Verstand. Wir denken, planen, erinnern uns, analysieren, vergleichen, entscheiden und versuchen, die Welt zu verstehen.
Unser Verstand ist unglaublich leistungsfähig.
Aber genau deshalb lohnt sich eine ganz einfache Frage:
Benutze ich meinen Verstand – oder benutzt mein Verstand mich?
Mit dieser Frage beschäftigt sich meine zweite Folge meines Podcasts „Tauche ein in die Welt von Yoga“. Inspiriert hat mich dabei besonders Eckhart Tolle und sein Buch „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“.
Dabei geht es mir nicht darum, das Denken schlechtzureden. Ganz im Gegenteil. Unser Verstand ist ein wunderbares Werkzeug. Die spannende Frage ist vielmehr, ob wir dieses Werkzeug bewusst einsetzen – oder ob wir uns von jedem Gedanken automatisch mitnehmen lassen.
Gedanken sind nicht automatisch Wahrheit
Wir denken jeden Tag unglaublich viel.
Manche Gedanken sind hilfreich. Andere sind Erinnerungen. Wieder andere sind Befürchtungen, Bewertungen, Vermutungen oder Geschichten über uns selbst.
Und trotzdem behandeln wir Gedanken häufig so, als wären sie Tatsachen.
Da taucht zum Beispiel der Gedanke auf:
Das wird bestimmt nicht funktionieren.
Oder:
Das hätte ich anders machen müssen.
Oder:
Was denkt der andere jetzt über mich?
Ein einzelner Gedanke kann dabei bereits eine ganze Kette weiterer Gedanken auslösen.
Plötzlich sind wir gedanklich wieder bei einem Gespräch von gestern.
Oder wir malen uns aus, was in drei Wochen passieren könnte.
Unser Körper befindet sich allerdings nicht gestern.
Und er befindet sich auch nicht in drei Wochen.
Unser Körper ist immer hier.
Genau dieser Unterschied zwischen Denken und unmittelbarem Erleben ist ein zentraler Punkt meiner neuen Podcastfolge.
Eckhart Tolle und die Kraft der Gegenwart
Eckhart Tolle beschreibt in seiner Arbeit immer wieder, wie stark wir uns mit unserem Denken identifizieren können.
Dabei entsteht leicht der Eindruck:
Ich bin meine Gedanken.
Aber ist das tatsächlich so?
Oder kann ich einen Gedanken beobachten?
Denn sobald ich bemerke:
„Ah – da ist gerade ein Gedanke.“
geschieht etwas Interessantes.
Ich bin nicht mehr vollständig in diesem Gedanken gefangen.
Ich nehme ihn wahr.
Ich beobachte ihn.
Und genau hier beginnt für mich ein neuer Raum von Bewusstheit.
Das bedeutet nicht, dass Gedanken verschwinden müssen. Es geht auch nicht darum, den Kopf mit Gewalt leer zu machen.
Vielleicht geht es zunächst nur darum, nicht jedem Gedanken sofort zu folgen.






